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Kino für die Tasche: Der Wanbo ToGo Pro im Test

Der Wanbo ToGo Pro ist ein tragbarer Akku-Projektor, der für 260€ mit einem faszinierenden Kinoerlebnis unterwegs wirbt. Doch was kann das Gerät wirklich?

Felix Schneider6. Juli 20263 Min. Lesezeit

In einem kleinen, schummrigen Café in der Stadt stehen die Leute dicht gedrängt an den Tischen, während eine Gruppe von Freunden ihre Laptops zusammenschart. Plötzlich wird das Summen der Gespräche von der klaren Stimme eines Sängers übertönt, der im Hintergrund einen alten Klassiker zum Besten gibt. Auf einem Tisch, umgeben von Kaffeebechern und einem Meer aus Keksen, wird ein Bild an die Wand geworfen – das Bild eines Films, dessen Narrativ eher ablenkend wirkt als mitreißend. Ein Wanbo ToGo Pro, der tragbare Akku-Projektor, hüllt den kleinen Raum in eine Atmosphäre, die sich anfühlt, als wäre man gleichzeitig im Kinosaal und im Café.

Die Farben sind kräftig, die Auflösung akzeptabel für das, was man für 260 Euro erwarten darf. Die Freunde schauen fasziniert auf die Wand, während sie die Tassen in der Hand halten. Nervös verlegen sie sich in ihren Sitzen, denn ihre früheren Gespräche über das Wetter oder die neuesten Trends scheinen plötzlich belanglos. Der kleine Projektor hat das unverhoffte Talent, den Moment in etwas Einzigartiges zu verwandeln. Es spielt keine Rolle, dass die Wand eher kahl und der Raum nicht einmal Dunkelheit bietet – der Wanbo ToGo Pro hat die Fähigkeit, die Realität um einen herum zu verändern, wenn auch nur für den Bruchteil einer Stunde.

Die technischen Feinheiten

Der Wanbo ToGo Pro kommt mit einer Vielzahl von technischen Aspekten, die für mobile Nutzer nicht unerheblich sind. Mit einer Helligkeit von 300 Lumen und einer Auflösung von 720p ist der Projektor auf die Bedürfnisse von Nutzern zugeschnitten, die in weniger idealen Lichtverhältnissen arbeiten. 300 Lumen mögen für anständige Vorstellungskraft sorgen, doch im Sonnenlicht? Da könnte die Wand schnell zum Feind werden, es sei denn, man hat den idealen Platz gefunden. Auch die Akkulaufzeit von bis zu drei Stunden könnte man als einen kleinen Lichtblick sehen – vorausgesetzt, man plant, die Nutzung gut zu timen und ein wenig an den Stecker zu denken.

Die Bauqualität ist robust genug, um das Gerät in einer Tasche zu transportieren, ohne dass es gleich seine formschöne Hülle einbüßt. Der integrierte Lautsprecher, der, um es vorsichtig auszudrücken, nicht unbedingt für eine Oscar-Nominierung prädestiniert ist, bringt die Audiospur des Films durch die bescheidenen Wände des Projektors und schont die Ohren der unmittelbaren Umgebung. Man könnte sagen, er ist erträglich, aber mehr als das? Nun, dafür müsste noch ein Bluetooth-Lautsprecher her.

Die Bedienung des Wanbo ToGo Pro ist intuitiv, auch wenn die Benutzeroberfläche einen Hauch von Low-Tech-Chic versprüht. Man findet sich schnell zurecht, aber die Navigationsprobleme, die bei der Auswahl von Streamingdiensten oder lokalen Medien auftreten, könnten den ein oder anderen Benutzer in die Irre führen. Wer hätte gedacht, dass ein kleines Gerät solch große Erwartungen auf sich ziehen kann, aber im Großen und Ganzen trifft der Wanbo ToGo Pro genau den Nerv der Zeit für technikaffine Cineasten, die nie weit vom nächsten Film entfernt sein wollen.

Einsatzmöglichkeiten

Wofür könnte man einen solchen Projektor verwenden? Nun, die Möglichkeiten sind schier endlos. Jeder von uns hat doch schon einmal im Freien eine kleine Filmnacht organisiert. Mit dem Wanbo ToGo Pro könnte man das ganz neu interpretieren. Ob im eigenen Garten oder beim Picknick im Park, das Konzept „Film unter freiem Himmel“ wird durch den praktischen Akku-Projektor durchaus aufgewertet. Das einzige, was man benötigt, ist ein glatter Untergrund, der nicht zu viel Helligkeit abgibt, und einige Snacks, um die Atmosphäre perfekt abzurunden.

Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, den Projektor für mehr als nur Filme zu nutzen. Präsentationen jeglicher Art profitieren von der portablen Anwendbarkeit. Man stelle sich einen Business-Treffen im Freien vor, wo die üblichen PowerPoint-Präsentationen vom Smartphone des Chefs abgerufen werden. Es wäre nicht ganz ehrlich, nicht zu erwähnen, dass dies im Allgemeinen eher für die Genusssuchtigkeit sorgt, als für den Informationsgehalt von Daten. Aber wer würde schon über die Effizienz sprechen, wenn die Stimmung so schön ist?

Fazit

Obwohl der Wanbo ToGo Pro auf der technischen Seite viele Limitationen hat, könnte man argumentieren, dass er es dennoch schafft, das Kinoerlebnis etwas zugänglicher zu gestalten. Man mag das Bild als nicht perfekt bewerten, die Lautstärke als nicht berauschend und die Akkulaufzeit als eher begrenzt – die Freude, die der Projektor bereitet, kann man in kein Gerät fassen.

So kehren wir zurück zu dem kleinen Café, wo die Wand immer noch das flackernde Bild zeigt. Die Tasse Kaffee wird nervös nachgefüllt, während die Freunde ihre Augen auf den Projektor richten. Die Welt draußen mag hektisch sein und der Alltag ohne einen Funken Glanz daherkommen, doch in diesem Moment zählt nur der Film, das Licht und die Musik. Der Wanbo ToGo Pro hat das möglich gemacht.

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